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Spende an Hospiz Lebensraum

Spende Hospiz
Datum:
Veröffentlicht: 21.4.21
Von:
Wolfgang Desombre

Coburg – Der Verein „Lebensraum – ein Hospiz für Coburg“ hat für die Gestaltung des Hospizgarten auf dem Pflegecampus fast 28 000 Euro an Spenden gesammelt.

„Lebensraum – ein Hospiz für Coburg“ hat seit zwei Jahren Geld für einen „Hospizgarten“ gesammelt. Dabei kamen Spenden in Höhe von 27.920 Euro zusammen. Die geschäftsführende Vorsitzende erinnerte, dass vor einiger Zeit der Erlös des ersten Charity-Balls in Höhe von 10.000 Euro ebenfalls als Spende für den Hospizgarten von Sonja Alfrink überreicht wurde. Damit hat der Caritasverband Coburg, Träger des stationären Hospizes „Lebensraum“ in Coburg, insgesamt 37.920 Euro für den Hospizgarten erhalten.

Eigentlich wollte der Architekt Michael Brejschka das Hospizhaus erst nach Fertigstellung des Gartens freigeben, erinnerte die geschäftsführende Vorsitzende Helga Schadeberg.  Die Realität habe den „Lebensraum“ aber schnell eingeholt. Die ersten Patienten, die im Hospiz „Gäste“ genannt werden, zogen bereits im Sommer 2018 ein und das sei richtig, gut und notwendig gewesen. Allerdings sei das Gelände noch eine Brache mit den Restbeständen aus der Bauzeit gewesen.  Im Jahr 2020 entwickelten Architekt i. R. und zugleich Mitglied des Aufsichtsrates der Caritas Wolfgang Kirschner, Anja Heinz und Geschäftsführer Norbert Hartz einen Garten für zwei Einrichtungen: Seniorenheim St. Josef und Hospiz „Lebensraum“ auf dem Pflegecampus in der Kükenthalstraße.

Ein Garten ist nie fertig. Er entwickelt sich weiter und verändert sich je nach Erfordernis. „Es muss wachsen“, sagte Herr Beckering, Vorsitzender des Caritasverbandes Coburg.  Ein wunderschöner Baum ist 2020 von den Landkreis-Bürgermeistern gespendet und gepflanzt worden. Dort werden die virtuellen Schmetterlinge „frei“gelassen und jeder Kunststoff-Schmetterling trägt den Namen eines im Hospiz verstorbenen Menschen.

Es stecke jede Menge Engagement hinter der Stiftung und er schätze dieses Engagement sehr hoch ein, hob Beckering deutlich hervor. Der Caritasverband sei auf Spenden angewiesen, um das Hospiz unterhalten zu können. Auch vom Leitbild der Caritas sehe er es als Herausforderung an, den Garten für Menschen in den letzten Lebensstunden so zu gestalten, dass er ihnen Lebensfreude und Entspannung geben kann.

Die Einrichtungsleiterin Simone Lahl berichtet von den Gedenkgottesdiensten, die mit den Angehörigen und Zugehörigen der Verstorbenen gestaltet werden. Währen der Predigt der Pfarrerin sei ein echter Schmetterling vorbei geschaukelt. Das habe alle sehr berührt, ist doch der Schmetterling ein Symbol für das Coburger Hospiz, das von den Mitarbeitern ausgewählt worden war.

Im Hospiz werden zurzeit in zehn Zimmern „Gäste“ bis zu ihrem Lebensende begleitet. Kleine Terrassen vor den Zimmern münden in den Garten. Es ist der Blick ins große Grün und in die Weite. Der Garten könne den Menschen innere Ruhe zurückbringen, betonte Schadeberg. Es soll den „Gästen“ gut gehen und dafür habe sich der Verein „Lebensraum“ eingesetzt. Nur so hätte auch nach jahrelangen Bemühungen das Hospiz selbst entstehen können. Viele Menschen haben in den letzten 15 Jahren private Zeit und auch Geld investiert, um das Haus in der Kükenthalstraße 21 zu realisieren. Diese Garten-Spende ist eine zusätzliche Leistung zu jährlich mehr als 67.000 Euro, die zum Ausgleich des Pflegekosten-Defizits des Hospizes von Stiftung und Verein „Lebensraum – ein Hospiz für Coburg“ gezahlt werden.

Dem Coburger Caritas-Verband und besonders seinem ehemaligen Geschäftsführer Richard Reich sind wir für ihren Einsatz außerordentlich dankbar, sagte Helga Schadeberg. Ohne die zahlreichen Spender wäre wohl nie etwas aus dem Hospizprojekt geworden. Eigentlich wollten wir mit der Übergabe des Gartengeldes in Höhe von 27.920 Euro auch ein Dankeschön an die Spender zum Ausdruck bringen: Lions Club Coburg, Bachchor Coburg, Praxis für Physiotherapie Karin Schröter, Gotthold und Ursula Hümmer, Dorothée und Werner Forkel, Erika Kreuzer und Angelika Belleth. Die geschäftsführende Vorsitzende des Vereins Helga Schadeberg hat stellvertretend für alle Spender coronakonform den Spendenscheck an den Vorsitzenden des Caritas-Verbandes für die Stadt und den Landkreis Coburg, Herrmann Beckering, überreicht.