MiMi-Gesundheitsprojekt Bayern: Mit Migranten für Migranten (MiMi) – Interkulturelle Gesundheit in Bayern


Das vorher beim BRK und bereits seit 2008 in Coburg verortete Projekt, wird nun vom Caritasverband Coburg mit der Standortprojektkoordinatorin Frau Theresa Köhlerschmidt weitergeführt. Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Gesundheitsministerium für Gesundheit und Pflege und die MSD SHARP & DOHME GMBH. Das Ethno-Medizinische Zentrum e. V. führt das Projekt in Kooperation mit zahlreichen Kooperationspartnern bayernweit durch.
Das Gesundheitsprojekt MiMi Bayern steht für interkulturelle Gesundheitsförderung und Prävention und möchte durch kultursensible und mehrsprachige Aufklärung zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Migrant*innen beitragen.
Hierfür werden aufgeschlossene, engagierte und gut integrierte Migrant*innen zu Themen aus dem Gesundheitsbereich wie Aufbau und Angebote des deutschen Gesundheitssystems, Impfschutz, Diabetes, Familienplanung und Schwangerschaft oder zur psychischen Gesundheit ausgebildet und geben dieses Wissen in mehrsprachigen Infoveranstaltungen an ihre Landsleute weiter. Ziel des Projekts ist es, die Gesundheitskompetenz von Migrant*innen zu fördern und somit einen Beitrag zur Reduzierung ungleicher Gesundheitschancen zu leisten.
Am 4. Oktober fand in den Räumlichkeiten der Caritas ein erstes Treffen statt, an dem sich Gesundheitsmediator*innen und Standortprojektkoordinatorin kennenlernen und austauschen konnten. Die Landesprojektkoordinatorin Frau Julia Meßmer sowie die Schulungskoordinatorin Frau Britta Lenk-Neumann vom MiMi-Zentrum Bayern nahmen den Weg aus München auf sich und bereicherten den Austausch mit spannenden Informationen und ihrem weitreichenden Erfahrungsschatz.
2019 wurden in Coburg neun weitere Gesundheitsmediator*innen ausgebildet, die leider aufgrund der Corona-Pandemie keine Infoveranstaltungen mehr durchführen konnten und jetzt ganz motiviert in den Startlöchern stehen, um ihre Landsleute mit Gesundheitsinformationen zu versorgen.
Auch soll es noch in diesem Jahr eine Spezialisierungsschulung der Mediator*innen zum Thema sexuell übertragbare Krankheiten – HIV/Hepatitis geben. Den zuletzt einmal im Monat stattgefundenen Stammtisch möchte Frau Köhlerschmidt, wenn die Umstände es erlauben, wiederaufleben lassen, auch in digitaler Form, um die Gemeinschaft zu stärken und einen konstruktiven Austausch zu ermöglichen.
Außerdem ist eine feierliche Übergabe der Zertifikate an die neu geschulten Mediator*innen für Anfang des nächsten Jahres geplant.
Am Projektstandort Coburg gibt es derzeit Gesundheitskampagnen mit Informationsveranstaltungen in den Sprachen Arabisch, Persisch, Kurdisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Koreanisch.
Die enge Kooperation mit Einrichtungen für Gesundheit, Soziales, Integration, Bildung und Wissenschaft sorgt für eine weitreichende Vernetzung und Kooperation.
Regionale Unterstützer des MiMi-Projektes in Coburg sind die Stadt und das Landratsamt Coburg.
Bei Interesse für das Gesundheitsprojekt oder dem Wunsch selbst ein Teil des MiMi-Teams zu werden, wenden Sie sich gerne an die Standortprojektkoordinatorin Frau Theresa Köhlerschmidt.
Kontakt
Theresa Köhlerschmidt
Ernst-Faber-Str. 12
96450 Coburg
Tel.: 09561/814434
t.koehlerschmidt@caritas-coburg.de